Veranstaltungsdaten
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Form follows Bauhaus? Geschichte(n) einer modernen Produktkultur
DozentIn:
Jan Giebel
Veranstaltungstyp:
Seminar (Offizielle Lehrveranstaltungen)
Beschreibung:
Im April 2019 wird deutschlandweit der 100. Geburtstag des Bauhauses gefeiert. Im Rahmen dieses Jubiläums finden vielerorts Ausstellungen und Veranstaltungen zum Bauhaus statt, in denen häufig die Bezüge der jeweiligen Orte und Institutionen zu dieser bedeutenden modernen Schule untersucht werden. Nicht selten wird dabei auch die Frage gestellt, inwieweit die Ideen, Konzepte und Gestaltungsprinzipien des Bauhauses heute noch aktuell sind und in welcher „Form“ sie bis heute Einzug in unsere Lebenswirklichkeit gefunden haben. Doch: Von welchem Bauhaus ist hier eigentlich die Rede? In seinem 14jährigen Bestehen hat das Bauhaus von seinen Anfängen 1919 in Weimar über seine Zeit als „Hochschule für Gestaltung“ in Dessau bis hin zu seiner kurzen letzten Phase in Berlin seine Arbeitsfelder und Ziele immer wieder neu überdacht und an aktuelle Entwicklungen und Bedürfnisse angepasst. Das Bauhaus war nie eine einheitliche Stilrichtung, sondern in erster Linie eine Schule. Diese hat mit ihren hohen gestalterischen Ansprüchen, den unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen und Kooperationen, einem experimentierfreudigen Umgang mit (neuen) Materialien und deren Verarbeitung sowie mit der späteren Ausrichtung auf das für jedermann erschwingliche Massenprodukt jedoch zweifelsohne bis heute eine prägende Wirkung auf unsere Produktkultur.

In diesem projektorientierten Seminar werden industriell gefertigte Alltagsgegenstände, die der Lebenswelt und den Wohnungen der Teilnehmer*innen entstammen, hinsichtlich ihrer Traditionslinien zum Bauhaus und/oder zu verwandten gestalterischen Ideen untersucht. Im Fokus steht hierbei vor allem die Zeit unter dem Direktor Hannes Meyer, der mit dem Motto „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ die Entwicklung gut gestalteter und gleichermaßen erschwinglicher Massenprodukte forcierte. Anhand von heutigen Massenprodukten soll mithilfe von Objektbiografien die Geschichte einer modernen Produktkultur vermittelt werden, die ihren Ursprung in den Jahren des Bauhauses hat. Das Hauptseminar steht in enger Verbindung mit der Übung „Vom Gebrauchsgegenstand zum Exponat: Design- und Industrieprodukte in Museen und Ausstellungen“ sowie den Lehrveranstaltungen von Helen Koriath und Antje Busch-Sperveslage. Es ist geplant, Ergebnisse aus diesen Lehrveranstaltungen zu einer gemeinsamen Präsentation in Zusammenhang mit der Ausstellung bauhaustapete – neu aufgerollt zusammenzuführen.

Literatur befindet sich im Semesterapparat zu diesem Seminar in der UB und in den Semesterapparaten der Lehrveranstaltungen zu Bauhaus-Themen von Frau Koriath und Frau Busch-Sperveslage.

(mit integrierten Workshops in Blöcken, in der zweiten Semesterhälfte auch an Freitagnachmittagen)
Ort:
22/105
Zeiten:
Di. 10:00 - 12:00 (wöchentlich)
Erster Termin:Di , 02.04.2019 10:00 - 12:00, Ort: 22/105
Veranstaltungsnummer:
2.377
Bereichseinordnung:
Veranstaltungen > Kunstgeschichte > Veranstaltungen
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Heimatinstitut: Kunstgeschichte
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