Veranstaltungsdaten
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Die Kunst der Aufklärung
DozentIn:
apl. Prof. Dr. phil. Melanie Ulz
Veranstaltungstyp:
Proseminar (Offizielle Lehrveranstaltungen)
Beschreibung:
Universität Osnabrück, Fachbereich I, Kunsthistorisches Institut, SoSe 2019
apl. Prof. Dr. Melanie Ulz

Kunst und Aufklärung
Grundmodul B und C

Die, 16-18 Uhr, Raum 41/111
Beginn: 2. April 2019

In der Dezemberausgabe der Berlinischen Monatsschrift erschien 1784 das Essay „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung“ des Königsberger Philosophen Immanuel Kant. Entgegen dieses vielversprechenden Titels ist es heute jedoch nicht so einfach, eine Antwort auf die Frage, was die Aufklärung denn nun sei, zu geben. Denn die geistesgeschichtliche Strömung der Aufklärung kann nur als unscharf und heterogen beschrieben werden. Trotzdem lässt sich damit eine Zeitspanne innerhalb der europäischen Neuzeit benennen, in der auf unterschiedliche Art und Weise versucht wurde, sich mit Hilfe kritischer Interventionen tradierter Konventionen zu entledigen. Die Selbsterkenntnis des Einzelnen sollte zur Leitfigur avancieren, um im gemeinsamen Streben nach Vernunft die Autonomie des Individuums zu erreichen. Neben wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn stand u.a. die ästhetische Erziehung des Menschen im Mittelpunkt, ebenso wie der Kampf für Religions-, Gedanken- und Pressefreiheit.
Die Kritik an den herrschenden Verhältnissen führte Ende des 18. Jahrhunderts zu den tiefgreifenden kulturellen und politischen Umwälzungen der Französischen Revolution. Dennoch galt die ausgerufene Parole von „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ von Beginn an nicht für alle und auch Kant ging von einer Hierarchie der „Rassen“ aus, die den weißen mitteleuropäischen Mann an die Spitze der zur Vernunft begabten Menschen stellte.
Das BA-Seminar will unter dem Oberthema der Kunst und Kunsttheorie im Zeichen der Aufklärung einige für das 18. Jahrhundert grundlegende wissenschaftliche und ästhetische Debatten auf ein verständliches Niveau herunterbrechen. Anhand von ausgewählten Kunstwerken und exemplarischen Textlektüren soll diskutiert werden, was aus einer kunst- und kulturhistorischen Perspektive „Aufklärung“ bedeuten kann, welche Veränderungen sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts für die Künste ergaben und welche Neuerungen umgekehrt von diesen ausgingen.

Literatur zur Einführung:
Barbara Stollberg-Rilinger: Europa im Jahrhundert der Aufklärung, Stuttgart: Reclam 2000
Ort:
41/111
Zeiten:
Di. 16:00 - 18:00 (wöchentlich)
Erster Termin:Di , 02.04.2019 16:00 - 18:00, Ort: 41/111
Veranstaltungsnummer:
2.381
Bereichseinordnung:
Veranstaltungen > Kunstgeschichte > Veranstaltungen
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