Veranstaltungsdaten
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Vom Gebrauchsgegenstand zum Exponat: Design- und Industrieprodukte in Museen und Ausstellungen
DozentIn:
Jan Giebel
Veranstaltungstyp:
Übung (Offizielle Lehrveranstaltungen)
Beschreibung:
Das Ausstellen von industriellen Massenprodukten besitzt eine ebenso lange Geschichte wie jene Produkte selbst, bedenkt man die ab Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden Welt- und Industrieausstellungen oder die zahlreichen Muster- und Wanderausstellungen, die der Deutsche Werkbund und das Bauhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts veranstalteten. Ebenso entstanden im Laufe des vergangenen Jahrhunderts in vielen Kunst- und Kunstgewerbemuseen umfangreiche Sammlungen moderner Industrie- und Designobjekte. Während die Ausstellungen des Bauhauses und des Werkbundes auch immer die Vermarktung der jeweiligen Waren im Blick hatten, beschränken sich jene bis heute bestehende Sammlungen und Museen in erster Linie auf das Sammeln, Bewahren, Erforschen und Vermitteln von Alltags-, Kultur- und Design-Geschichte. Innerhalb dieser Sammlungen und der damit verbundenen Ausstellungen werden die Alltagsgegenstände zu Exponaten und damit gleichzeitig ihrer eigentlichen Funktion enthoben.
Das Seminar geht der Frage nach, was mit alltäglichen Massenprodukten geschieht, wenn sie aus ihren eigentlichen Zusammenhängen als Gebrauchsgegenstände und Waren herausgelöst werden, um als Objekte im auratischen Museumsraum gezeigt zu werden. Wie genau werden sie präsentiert und wie verändert sich ihre Wirkung dadurch? Was können sie ihrem Gegenüber vermitteln – und was nicht? Wie werden sie kontextualisiert und ergänzt? Welche Bilder und Vorstellungen von Produktkultur und (Industrie-/Konsum-)Gesellschaft tradieren sie?
Diese und weitere Fragen werden in der Übung anhand von Beispielen diskutiert. Die Übung besteht aus Seminarstunden und drei Pflichtexkursionen nach Hannover, Hamburg und Essen. Eine Teilnahme an den Exkursionen ist ohne die Teilnahme an der gesamten Veranstaltung nicht möglich.
Die Übung steht in enger Verbindung mit dem Hauptseminar „Form follows Bauhaus? Geschichte(n) einer modernen Produktkultur“ sowie den Lehrveranstaltungen von Helen Koriath und Antje Busch-Sperveslage. Es ist geplant, Ergebnisse aus diesen Lehrveranstaltungen zu einer gemeinsamen Präsentation in Zusammenhang mit der Ausstellung bauhaustapete – neu aufgerollt zusammenzuführen.

Literatur befindet sich im Semesterapparat zu diesem Seminar in der UB und in den Semesterapparaten der Lehrveranstaltungen zu Bauhaus-Themen von Frau Koriath und Frau Busch-Sperveslage.
Ort:
41/111
Zeiten:
Di. 14:00 - 16:00 (wöchentlich)
Erster Termin:Di , 02.04.2019 14:00 - 16:00, Ort: 41/111
Veranstaltungsnummer:
2.380
Bereichseinordnung:
Veranstaltungen > Kunstgeschichte > Veranstaltungen
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