Blockseminar: Grundlagen I: Ausgewählte Erziehungstheorien der Moderne - Details

Blockseminar: Grundlagen I: Ausgewählte Erziehungstheorien der Moderne - Details

Sie sind nicht in Stud.IP angemeldet.

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Blockseminar: Grundlagen I: Ausgewählte Erziehungstheorien der Moderne
Untertitel
Veranstaltungsnummer 3.1013
Semester SoSe 2008
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 0
erwartete Teilnehmendenanzahl 40
Heimat-Einrichtung Institut für Erziehungswissenschaft
Veranstaltungstyp Blockseminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Erster Termin Freitag, 25.04.2008 16:00 - 18:00, Ort: 41/121
Art/Form
SWS 2

Räume und Zeiten

41/121
Freitag, 25.04.2008 16:00 - 18:00
41/B12
Freitag, 04.07.2008 14:00 - 20:00
22/107
Samstag, 05.07.2008 - Sonntag, 06.07.2008 08:30 - 17:00

Kommentar/Beschreibung

Auf der Grundlage des allgemeinen anthropologischen Befundes, wonach der Mensch ein ‚animal educandum’, also ein Wesen ist, „das erzieht, erzogen wird und der Erziehung bedürftig ist“ (M. J. Langeveld), beschäftigt Erziehungstheorien die Frage nach den konkreten Voraussetzungen, Zielen und Problemen erzieherischen Handelns. Dass die in diesem Zusammenhang immer wieder neu aufgeworfenen Fragen nach dem Verhältnis von ‚Erzieher und Zögling’, ‚Führen und Wachsenlassen’, ‚Selbst- und Fremdbestimmung’, ‚Freiheit und Anpassung’ keine abschließende Klärung zulassen, liegt maßgeblich darin begründet, dass die innerhalb des pädagogischen Diskurses der Moderne entwickelten Erziehungstheorien selbst immer auch einen Reflex der jeweiligen historisch-gesellschaftlichen Situation sowie Antwortversuche auf die spezifischen Problemlagen ihrer Zeit darstellen. Darüber hinaus erweist sich die Beschäftigung mit den seit dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts entwickelten Erziehungstheorien auch aus heutiger Sicht als ertragreich, weil sich zahlreiche Denk- und Argumentationsfiguren dieser Theorietradition bis in aktuelle Erziehungsdebatten hinein erhalten haben.

Die Vielstimmigkeit der innerhalb des pädagogischen Diskurses der Moderne entwickelten Theorieentwürfe verlangt im Hinblick auf das Seminar notwendig nach einer Beschränkung auf einige wenige, ideengeschichtlich besonders einflussreiche Erziehungskonzeptionen. Angesichts dessen wird der Schwerpunkt der Veranstaltung auf ausgewählten Erziehungskonzeptionen aus der Zeit der Aufklärung (Kant, Philanthropinismus), der Reformpädagogik (E. Key, M. Montessori) sowie der so genannten ‚Antiautoritären Erziehung’ (A. S. Neill, G. Gamm) liegen. Unter Berücksichtigung ihres jeweiligen gesellschaftspolitischen Entstehungskontextes sollen sowohl die Grundannahmen dieser Ansätze als auch die aus ihnen resultierenden pädagogischen Konsequenzen kritisch reflektiert und diskutiert werden. Schließlich wird auf der Grundlage der erarbeiteten Positionen danach gefragt, welche Ansprüche an einen zeitgenössisch angemessenen, aktuelle soziale und politische Entwicklungen berücksichtigenden Erziehungsbegriff zu richten sind.

Für die Veranstaltung wird ein Reader bereitgestellt. Die schriftliche Bearbeitung (‚Abstracts’) der darin enthaltenen Texte ist als Voraussetzung für die Seminarteilnahme obligatorisch.

Literatur zur Einführung:
– Lenzen, D.: Art. „Erziehung“ in: Ders. (Hg.): Pädagogische Grundbegriffe. Bd. 1. Reinbek bei Hamburg: 42004, S. 429-439.
– Tenorth, H.-E.: Geschichte der Erziehung. Weinheim/München: 21992.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Anmeldung gesperrt (global)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist gesperrt.