Seminar: Literaturtheorie und Interpretation. Ansätze und Modelle in Literaturwissenschaft und Fachdidaktik (NDL 4/ FD 2) - Details

Seminar: Literaturtheorie und Interpretation. Ansätze und Modelle in Literaturwissenschaft und Fachdidaktik (NDL 4/ FD 2) - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Literaturtheorie und Interpretation. Ansätze und Modelle in Literaturwissenschaft und Fachdidaktik (NDL 4/ FD 2)
Untertitel
Veranstaltungsnummer 7.420301
Semester SoSe 2012
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 19
erwartete Teilnehmendenanzahl 40
Heimat-Einrichtung Germanistik
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Erster Termin Dienstag, 17.04.2012 10:15 - 11:45, Ort: 41/B10
Art/Form
Teilnehmende NDL 4 / FD 2
Literatur Zur Anschaffung empfohlen:
Dorothee Kimmich, Rolf Günter Renner, Bernd Stiegler (Hg.): Texte zur Literaturtheorie der Gegenwart, 2., erw. Aufl., Stuttgart 2008 (= RUB 9414).
Zur weiteren Orientierung:
Tom Kindt, Tilmann Köppe (Hg.): Moderne Interpretationstheorie, Göttingen 2008; Vera Nünning, Ansgar Nünning (Hg.): Methoden der literatur- und kulturwissenschaftlichen Textanalyse, Stuttgart 2010; Clemens Kammler: Neue Literaturtheorien und Unterrichtspraxis, Hohengehren 2000; Michael Kämper-van den Boogaart, Kaspar H. Spinner (Hg.): Lese- und Literaturunterricht, 3 Bde., Hohengehren 2010 (eine ausführliche Bibliographie wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt).
ECTS-Punkte 3 o. 4 / 2 o. 3

Räume und Zeiten

41/B10
Dienstag: 10:15 - 11:45, wöchentlich (13x)
(41/B10)
Dienstag, 22.05.2012 08:15 - 09:45

Kommentar/Beschreibung

Die Interpretation – in welcher methodischen Gestalt auch immer – stellt traditionellerweise die wichtigste Form des Umgangs mit literarischen Texten in Literaturwissenschaft und Deutschunterricht dar. Zugleich bezeichnet sie auch das Produkt der Verstehens- und Deutungsbemühungen, das sich der Bewertung durch die wissenschaftliche Gemeinschaft bzw. die Lehrkraft zu stellen hat. In Literaturwissenschaft und -didaktik stehen hinter den mehr oder weniger konkreten Interpretationsmethoden in aller Regel literaturtheoretische Positionen, die das Erkenntnisinteresse der Textdeutungen maßgeblich bestimmen. Im Seminar sollen zunächst verschiedene Literaturtheorien des 20. Jahrhunderts (Hermeneutik; Strukturalismus; Poststrukturalismus; kulturwissenschaftliche Positionen, v.a. New Historicism) anhand zentraler Schlüsseltexte diskutiert werden. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie am konkreten literarischen Text der Schritt von der Theorie zur methodisch gesicherten Interpretation zu vollziehen ist. Im Anschluss an diese grundlegenden Klärungen soll dann erörtert werden, welchen Einfluss Literaturtheorien auf den Umgang mit Texten im Deutschunterricht ausüben (können). Hierfür werden zunächst die wichtigen literaturdidaktischen Modellierungen von Verstehens- bzw. Interpretationsprozessen der letzten Jahrzehnte gesichtet. Auf dieser Grundlage sind dann vor dem Hintergrund der Kompetenzorientierung des Deutschunterrichts selbständig konkrete Unterrichtsmodelle und Aufgaben zur Vermittlung und Überprüfung von Verfahren und Strategien der Interpretation zu erarbeiten. Das Seminar möchte auch den Raum bieten, diese Modelle zu erproben, um die Chancen und Grenzen des Interpretierens als Form des Verstehens literarischer Texte im Deutschunterricht besser beurteilen zu können. Nicht zuletzt die Frage nach der Bewertung schriftlicher und mündlicher Interpretationen ist in diesem Zusammenhang zu klären.
Das Interesse an der Lektüre von (auch schwierigen) Theorietexten ist Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar. Literaturtheoretische Vorkenntnisse sind von Vorteil.